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Einige neue populärwissenschaftliche Artikel zu den Themen Körpermodifikationen inklusive Tätowierungen und Schädeldeformierungen bei den Wikingern sowie zu Katzen in der Wikingerzeit, die in der letzten Zeit in der 'Archäologie in Deutschland' erschienen sind, lassen sich nun hier auch online einsehen.

Ich habe gestern diesen zwar witzigen, aber mit einer äußerst ernsten Bedeutung versehenen Cartoon geschickt bekommen, den ich anlässlich der gegenwärtigen schwierigen Zeit gerne teilen möchte.

Der Cartoon stammt zudem nicht - wie anfangs von mir angenommen - von einem britischen Reenactment-Laden, sondern kommt aus meiner unmittelbaren Nähe, nämlich von den Kollegen von Kaptorga - Visual History

© P. Roskoschinski/Kaptorga - Visual History

Zudem möchte ich gerne auf den Blog einer guten Freundin und Studienkollegin verweisen, die sich mit (prähistorischen) Textiltechniken beschäftigt, derzeit aber aufgrund der Ausnahmesituation viel zu Hausunterricht und Kinderbeschäftigung bloggt. Zwar hat das nichts mit Wikingerzeit zu tun, aber im Moment ist es enorm wichtig, Tipps und Tricks für den Unterricht und vor allem die sinnvolle Beschäftigung von Kindern in der heimischen Quarantäne bereitzustellen und zu verbreiten.

Am 28.03.2020 war ich beim WDR zu Gast und habe mit Moderator Uwe Schulz über die Plünderung von Paris durch die Wikinger unter ihrem legendären Anführer Ragnar gesprochen.

Das lange Interview (gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Brather) in der Sendung Zeitzeichen bei WDR 3/5 lässt sich hier anhören/herunterladen, die gekürzte Version beim Stichtag von WDR 2 kann man hier finden.

Aus dem 'Kolloquium zu Kleidung und Schmuck der Prähistorischen Zeit' 2018 des Instituts für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin ist ein toller Bastelbogen mit Anziehpuppen für Bronze-, Eisen- und Wikingerzeit entstanden (© Romy & Arvid Sprechert), den ich hier gerne teilen möchte.

Weiter geht es mit großartigen Bastelideen für die selbstgemachte Wikingerausrüstung an langweiligen Quarantäne-Tagen, bereitgestellt vom Ribe VikingeCenter.

Die Bastelanleitungen sind in den einschränkenden Zeiten von Corona ein toller Start für eine wikingermäßige Schnitzeljagd im heimischen Garten oder in der Wohnung und sind jungen Wikingern sicherlich lange ein treuer Begleiter für viele aufregende Abenteuer.

PS: Sobald die Beschränkungen durch Corona wieder aufgehoben sind, erlebt man die besten Wikinger-Abenteuer im RibeVikingecenter knapp hinter der deutsch-dänischen Grenze.

Das Ribe VikingeCenter - das großartigste Freilichtmuseum weltweit! - hat per Facebook wunderbare und einfach umsetzbare Bastelideen für kleine Wikinger bereitgestellt, die ich dankenswerter Weise hier teilen darf.

Die Bastelanleitungen sind in den einschränkenden Zeiten von Corona ein toller Start für eine wikingermäßige Schnitzeljagd im heimischen Garten oder in der Wohnung und sind jungen Wikingern sicherlich lange ein treuer Begleiter für viele aufregende Abenteuer.

PS: Sobald die Beschränkungen durch Corona wieder aufgehoben sind, erlebt man die besten Wikinger-Abenteuer im RibeVikingecenter knapp hinter der deutsch-dänischen Grenze.

Am kommenden Samstag, dem 28.03.2020, spreche ich in der Radiosendung Zeitzeichen bei WDR 3/5 mit Moderator Uwe Schulz über die Plünderung von Paris durch die Wikinger unter ihrem legendären Anführer Ragnar, dem Vorbild des Ragnar aus 'Vikings'.

Das Interview wird bei WDR 3 ab 17:45 Uhr und bei WDR 5 ab 09:45 gesendet.

Eine jüngst im Journal of Ethnopharmacology veröffentlichte Studie postuliert auf Grundlage pharmakologischer Untersuchungen, dass der Kampfrausch der berühmten altnordischen Berserker nicht - wie bislang oft vermutet - durch Fliegenpilze verursacht wurde, sondern stattdessen durch ein bestimmtes Nachtschattengewächs, das Schwarze Bilsenkraut.

Berserker sind in der altnordischen Literatur furchteninflößende Krieger, die in einem Kampfrausch weder Schmerzen noch Angst fühlen. In der Skaldik des 9. und 10. Jh. sind diese Berserker anscheinend eine Art Elitekrieger im Gefolge des Königs, in der späteren altnordischen Sagaliteratur werden dagegen notorische Gewalttäter und Unruhestifter als Berserker bezeichnet.

Was tatsächlich hinter den legendären und mythenumsponnenen Berserkern der altnordischen Überlieferungen steckt, ist jedoch noch immer unklar: Waren es tatsächlich besondere Elitekrieger, die sich durch die Einnahme bestimmter Substanzen oder tranceartige Tänze in einen Kampfrausch versetzen konnten, bezieht sich der Begriff auf die Erinnerungen an germanische Krieger, die als Gladiatoren bei Tierhatzen in römischen Arenen gegen Bären kämpfen mussten oder handelt es sich schlicht um eine literarische Erfindung?

Die neue Studie belegt jedoch zumindest, dass in Nordeuropa zur Wikingerzeit mit dem Schwarzen Bilsenkraut eine Pflanze vorkam, die - in der richtigen Dosis verzehrt - zu einer Vergiftung führte, deren Symptome überraschend gut zu den Eigenschaften der legendären Berserker passen. Zudem ist Schwarzes Bilsenkraut in der Archäologie der Wikingerzeit absolut nicht unbekannt. In einem Grab im dänischen Fyrkat war eine offensichtlich sozial hochstehende Frau mit einer Reihe von ungewöhnlichen Grabbeigaben bestattet worden, darunter mehrere Amulette, ein eiserner Stab, der als Zauberstab gedeutet werden könnte sowie ein kleiner Beutel mit Samen von Schwarzem Bilsenkraut. Es ist immer viel Spekulation mit im Spiel, wenn aus Grabbeigaben die soziale Stellung oder Funktion des Bestatteten zu Lebzeiten herausgelesen werden soll, aber die merkwürdigen Grabbeigaben der Dame aus Fyrkat lassen es durchaus plausibel erscheinen, dass die Frau zu Lebzeiten ein 'ritual specialist' war, eine Priesterin, Wahrsagerin oder Hexe.

In der aktuellen Archäologie in Deutschland ist ein Artikel von Leszek Gardeła und mir erschienen, in dem wir Waffensymbole im wikinzerzeitlichen Frauenschmuck diskutieren.