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In der Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten vom gestrigen Freitag ist ein längerer Beitrag zu den Wikingern und dem Wikinger-Buch abgedruckt, der auf einem Interview mit mir basiert. Der Beitrag lässt sich hier und hier online abrufen.

Es gibt bereits die ersten Meldungen und Rezensionen zum Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer'.

Die Leipziger Internet Zeitung beschreibt das Buch als "systematisches Aufräumen mit einem Seeräubermythos".

Das Online-Portal 'Glaube im Netz' schreibt, dass das Buch "ein zunehmend komplexeres und immer wieder überraschendes Bild davon zeichnet, wie die Lebenswirklichkeit der Wikinger tatsächlich aussah."

Und das Programm 'B5 aktuell' vom RB empfiehlt 'Die Wikinger' als Buchtipp, in dem gründlich mit dem klassischen Mythos aufgeräumt wird.

Weitere Meldungen, Interviews und Berichte werden in Kürze folgen.

Leider ist beim Druck des Buches ein Fehler passiert. Zwei wichtige Karten, die im Vor- und Nachsatz des Buches die wikingerzeitliche Welt und den beeindruckenden Aktionsradius der Wikinger veranschaulichen sollten und extra nach meinen Vorgaben für dieses Buch angefertigt wurden, sind in der ersten Auflage leider nicht gedruckt worden. Im ebook wie auch in der nächsten Auflage werden beide Karten dann aber enthalten sein.

Dankenswerterweise haben sowohl Herr Peter Palm, der alle Karten im Buch erstellt hat, wie auch der Ullstein Buchverlag mir die Erlaubnis gegeben, die beiden fehlenden Karten hier online zur Verfügung zu stellen.

Beide Karten können zudem hier und hier heruntergeladen werden.

Dankenswerter Weise hat es der Ullstein Buchverlag/Propyälen mir ermöglicht, für das Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' drei neue künstlerische Rekonstruktionen von wikingerzeitlichen Bestattungssituationen anfertigen zu lassen, die neben einigen weiteren Rekonstruktionszeichnungen von Flemming Bau, Mirosław Kuźma und Anders Kvåle Rue die Wikingerzeit wieder ein Stück lebendiger und greifbarer machen und die ich - begeistert von den Ergebnissen - gerne schon jetzt einmal präsentieren möchte!

Von dem polnischen Künstler Mirosław Kuźma, der bereits für seine Grabrekonstruktionen berühmt ist, kommen die Rekonstruktionszeichnungen von zwei gotländischen Gräbern, die mir in den letzten Jahren meiner Forschung ans Herz gewachsen sind: Zum einen ist dies das Grab 505 von Ire, Hellvi sn, in dem ein halbwüchsiger Knabe mit der Ausstattung eines Reiterkriegers bestattet wurde, was ein wunderbares Beispiel dafür ist, dass Bestattungen nicht die Lebensrealität abbilden. Zum anderen ist das die Bestattung einer Frau mit künstlich deformiertem Schädel in Grab 192 von Havor, Hablingbo sn, ein beeindruckender Beleg für die weiten Verbindungen der Wikinger bis in den südosteuropäischen und möglicherweise sogar mittelasiatischen Raum.

Das dritte Bild wurde von dem Berliner Künstler Leonard Ermel nach meinen Vorgaben angefertigt und illustriert auf beeindruckend intensive und atmosphärische Weise, wie die berühmte Bestattungszeremonie eines Rus-Häuptlings an der Wolga ausgesehen haben könnte, die von dem arabischen Diplomaten Ibn Fadlan beschrieben wurde. Ibn Fadlan - dessen Augenzeugenbericht wir aufgrund der enormen Übereinstimmungen zu archäologischen Befunden von wikingerzeitlichen Bestattungen als weitestgehend verlässlich ansehen können - schildert hochkomplexe und vielschichtige Rituale mit Blut, Sex und Gewalt; eine sensorische Reizüberflutung, die für die Beteiligten zu einem kaum mehr nachvollziehbaren intensiven Erleben geführt haben muss.

Ibn Fadlan

Oder: Skandinavien ist nicht alles

Eine der häufigsten Fragen, die mir zu den Wikingern gestellt wird, ist die nach dem Aktionsradius der Nordleute als Händler, Plünderer und Entdecker. Viele Leute sind überrascht, wenn ich dann entgegne, dass es einfacher wäre, aufzuzählen, wo die Wikinger nach derzeitigem Kenntnisstand nicht waren und in der Aufzählung mit Australien beginne. Ich hatte für das Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' einen längeren Text zu dieser Frage für das einführende Kapitel 'Wikinger!' geschrieben, der leider der umfangsbedingten Kürzung zum Opfer gefallen ist. Da dieser Aspekt aber in meinen Augen einen der zentralen Gründe für die 'Faszination Wikinger' ausmacht (auf jeden Fall für mich!) und die Frage offensichtlich von hohem Interesse ist, möchte ich den Text nur ungerne in den Tiefen meiner Festplatte verschwinden lassen, sondern mache ihn stattdessen hier online zugänglich.