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Beruflich

Ich habe in Köln, Stockholm und Tübingen studiert und bin promovierter Mittelalterarchäologe/Mediävist.

Derzeit arbeite ich als Post-Doc im Sonderforschungsbereich 1070 'RessourcenKulturen' an der Universität Tübingen und untersuche im Teilprojekt B 06 "Mensch und Ressourcen in der Wikingerzeit. Anthropologische und bioarchäologische Analysen zur Nutzung von Nahrungsressourcen und Detektion von Mobilität" die Wechselwirkung in der Nutzung von (Nahrungs-)Ressourcen und Bestattungsritualen in der skandinavischen Wikingerzeit sowie die Nutzung von Tod und Bestattung als eine Form von immaterieller Ressource.

Zudem halte ich regelmäßig Vorlesungen am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen in der Abteilung für Archäologie des Mittelalters.

Mein persönlicher Forschungsschwerpunkt liegt auf der skandinavischen Wikingerzeit – mit einem regionalen Fokus auf Gotland und Mittelschweden – und der Einbindung der späten skandinavischen Eisenzeit bzw. des skandinavischen Frühmittelalters in ein die gesamte damals bekannte Welt umfassendes Netzwerk von Handelskontakten und Akkulturationsprozessen. Darüber hinaus forsche ich intensiv zu Bestattungssitten im Frühmittelalter und den Aspekten, Aussagemöglichkeiten und Schwierigkeiten von theoretischen Konzepten in der Gräberarchäologie.

Davon ab bin ich von allen Aspekten der Menschheitsgeschichte fasziniert und arbeite mich projektbezogen regelmäßig auch in noch weniger bekannte archäologische wie historische Fachbereiche ein.

Zudem bin ich seit vielen Jahren in meiner Freizeit wie auch teilweise beruflich in der europäischen Reenactment-Szene unterwegs und verfüge über weite Kontakte zu führenden Reenactment-Gruppen wie auch über umfassendes Wissen und Erfahrung zu Experimentalarchäologie und Living History und die damit einhergehenden didaktischen Möglichkeiten. Die Präsentation von geschichtlichem Wissen verschiedenster Epochen auf Grundlage von Experimentalarchäologie und Living History unter Aufsicht wissenschaftlicher Institutionen sehe ich als zunehmend relevantere Möglichkeit, um ein breites Publikum zu erreichen und mit Geschichte vertraut zu machen. Der Einbezug von Rekonstruktionen und Aktionen aus dem Living History-Bereich in Ausstellungen oder Dokumentationen stellen ideale Voraussetzungen her, um die didaktischen Vorteile und die Popularität von Experimentalarchäologie für die Wissensvermittlung zu nutzen.

Ausgehend von meiner wissenschaftlichen Ausbildung und meinen Erfahrungen und Kontakten im Bereich der Experimentalarchäologie und Living History kann ich daher eine sowohl wissenschaftlich akkurate und auf den neusten Forschungsergebnissen basierende wie auch eine optisch ansprechende und didaktisch aufbereitete Umsetzung verschiedenster Ideen und Konzepte erreichen.