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Leider ist beim Druck des Buches ein Fehler passiert. Zwei wichtige Karten, die im Vor- und Nachsatz des Buches die wikingerzeitliche Welt und den beeindruckenden Aktionsradius der Wikinger veranschaulichen sollten und extra nach meinen Vorgaben für dieses Buch angefertigt wurden, sind in der ersten Auflage leider nicht gedruckt worden. Im ebook wie auch in der nächsten Auflage werden beide Karten dann aber enthalten sein.

Dankenswerterweise haben sowohl Herr Peter Palm, der alle Karten im Buch erstellt hat, wie auch der Ullstein Buchverlag mir die Erlaubnis gegeben, die beiden fehlenden Karten hier online zur Verfügung zu stellen.

Beide Karten können zudem hier und hier heruntergeladen werden.

Dankenswerter Weise hat es der Ullstein Buchverlag/Propyälen mir ermöglicht, für das Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' drei neue künstlerische Rekonstruktionen von wikingerzeitlichen Bestattungssituationen anfertigen zu lassen, die neben einigen weiteren Rekonstruktionszeichnungen von Flemming Bau, Mirosław Kuźma und Anders Kvåle Rue die Wikingerzeit wieder ein Stück lebendiger und greifbarer machen und die ich - begeistert von den Ergebnissen - gerne schon jetzt einmal präsentieren möchte!

Von dem polnischen Künstler Mirosław Kuźma, der bereits für seine Grabrekonstruktionen berühmt ist, kommen die Rekonstruktionszeichnungen von zwei gotländischen Gräbern, die mir in den letzten Jahren meiner Forschung ans Herz gewachsen sind: Zum einen ist dies das Grab 505 von Ire, Hellvi sn, in dem ein halbwüchsiger Knabe mit der Ausstattung eines Reiterkriegers bestattet wurde, was ein wunderbares Beispiel dafür ist, dass Bestattungen nicht die Lebensrealität abbilden. Zum anderen ist das die Bestattung einer Frau mit künstlich deformiertem Schädel in Grab 192 von Havor, Hablingbo sn, ein beeindruckender Beleg für die weiten Verbindungen der Wikinger bis in den südosteuropäischen und möglicherweise sogar mittelasiatischen Raum.

Das dritte Bild wurde von dem Berliner Künstler Leonard Ermel nach meinen Vorgaben angefertigt und illustriert auf beeindruckend intensive und atmosphärische Weise, wie die berühmte Bestattungszeremonie eines Rus-Häuptlings an der Wolga ausgesehen haben könnte, die von dem arabischen Diplomaten Ibn Fadlan beschrieben wurde. Ibn Fadlan - dessen Augenzeugenbericht wir aufgrund der enormen Übereinstimmungen zu archäologischen Befunden von wikingerzeitlichen Bestattungen als weitestgehend verlässlich ansehen können - schildert hochkomplexe und vielschichtige Rituale mit Blut, Sex und Gewalt; eine sensorische Reizüberflutung, die für die Beteiligten zu einem kaum mehr nachvollziehbaren intensiven Erleben geführt haben muss.

Ibn Fadlan

Oder: Skandinavien ist nicht alles

Eine der häufigsten Fragen, die mir zu den Wikingern gestellt wird, ist die nach dem Aktionsradius der Nordleute als Händler, Plünderer und Entdecker. Viele Leute sind überrascht, wenn ich dann entgegne, dass es einfacher wäre, aufzuzählen, wo die Wikinger nach derzeitigem Kenntnisstand nicht waren und in der Aufzählung mit Australien beginne. Ich hatte für das Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' einen längeren Text zu dieser Frage für das einführende Kapitel 'Wikinger!' geschrieben, der leider der umfangsbedingten Kürzung zum Opfer gefallen ist. Da dieser Aspekt aber in meinen Augen einen der zentralen Gründe für die 'Faszination Wikinger' ausmacht (auf jeden Fall für mich!) und die Frage offensichtlich von hohem Interesse ist, möchte ich den Text nur ungerne in den Tiefen meiner Festplatte verschwinden lassen, sondern mache ihn stattdessen hier online zugänglich.

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In der neuen Ausgabe der Archäologie in Deutschland ist auf Seite 74 eine kurze Richtigstellung bzw. Re-Evaluation des waffenführenden Frauengrabes von Birka (Bj 581) von mir abgedruckt. Die kurze Mitteilung basiert weitestgehend auf der bereits in meinem Blog veröffentlichten Meldung, in der ich - basierend auf der zweiten Publikation des schwedischen Forscherteams rund um Charlotte Hedenstierna-Jonson und Anna Kjellström - meine kritische Sichtweise auf die Ergebnisse zum Grab Bj 581 mit der "Kriegerin" von Birka revidieren musste.

Unter 'Publikationen' ist nun ein neuer Fachartikel zu Tod und Bestattung in der Wikingerzeit online abrufbar. Der Artikel basiert auf einem Vortrag von mir bei der Konferenz 'Medieval Scandinavia: new trends in research' des Centre of Historical Research von Juni letzten Jahres und ist in der, als Tagungsband fungierenden, aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Quaestiones Medii Aevi Nova abgedruckt.

In dem Artikel untersuche ich die 'Nutzung' von Tod und Bestattungen als eine Form von Ressource zur Konstruktion oder Manipulation von sozialen Identitäten und Führungs- oder Herrschaftsansprüchen.

Das von mir herausgegebene und zu weiten Teilen verfasste Sammelwerk 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' ist jetzt auch bei Amazon und Thalia zur Vorbestellung gelistet. Das Erscheinungsdatum ist Ende September.

Nun ist es offiziell, am 27.09.2019 erscheint im Ullstein Buchverlag das von mir herausgegebene und zu weiten Teilen verfasste Sachbuch 'Die Wikinger – Entdecker und Eroberer'.

Ursprünglich sollte das Buch von meinem Chef und ehemaligen Doktorvater Prof. Dr. Jörn Staecker geschrieben werden. Tragischerweise verstarb Prof. Staecker Ende letzten Jahres bevor wir mehr als nur ein erstes Konzept erstellen konnten. In Absprache mit dem Ullstein Buchverlag und Prof. Staeckers Familie habe ich es übernehmen dürfen, als Herausgeber dieses Buches zu fungieren und gemeinsam mit einer großen Anzahl führender Wissenschaftler die Wikingerzeit anhand neuester Funde und Forschungsergebnisse aus archäologischer Sicht zu präsentieren.

Ich bin dankbar und glücklich, mit diesem Buch das letzte große Projekt von Prof. Staecker und Vermächtnis einer lebenslangen Begeisterung für die Wikinger vollenden zu dürfen.