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Dankenswerter Weise hat es der Ullstein Buchverlag/Propyälen mir ermöglicht, für das Buch 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' drei neue künstlerische Rekonstruktionen von wikingerzeitlichen Bestattungssituationen anfertigen zu lassen, die neben einigen weiteren Rekonstruktionszeichnungen von Flemming Bau, Mirosław Kuźma und Anders Kvåle Rue die Wikingerzeit wieder ein Stück lebendiger und greifbarer machen und die ich - begeistert von den Ergebnissen - gerne schon jetzt einmal präsentieren möchte!

Von dem polnischen Künstler Mirosław Kuźma, der bereits für seine Grabrekonstruktionen berühmt ist, kommen die Rekonstruktionszeichnungen von zwei gotländischen Gräbern, die mir in den letzten Jahren meiner Forschung ans Herz gewachsen sind: Zum einen ist dies das Grab 505 von Ire, Hellvi sn, in dem ein halbwüchsiger Knabe mit der Ausstattung eines Reiterkriegers bestattet wurde, was ein wunderbares Beispiel dafür ist, dass Bestattungen nicht die Lebensrealität abbilden. Zum anderen ist das die Bestattung einer Frau mit künstlich deformiertem Schädel in Grab 192 von Havor, Hablingbo sn, ein beeindruckender Beleg für die weiten Verbindungen der Wikinger bis in den südosteuropäischen und möglicherweise sogar mittelasiatischen Raum.

Das dritte Bild wurde von dem Berliner Künstler Leonard Ermel nach meinen Vorgaben angefertigt und illustriert auf beeindruckend intensive und atmosphärische Weise, wie die berühmte Bestattungszeremonie eines Rus-Häuptlings an der Wolga ausgesehen haben könnte, die von dem arabischen Diplomaten Ibn Fadlan beschrieben wurde. Ibn Fadlan - dessen Augenzeugenbericht wir aufgrund der enormen Übereinstimmungen zu archäologischen Befunden von wikingerzeitlichen Bestattungen als weitestgehend verlässlich ansehen können - schildert hochkomplexe und vielschichtige Rituale mit Blut, Sex und Gewalt; eine sensorische Reizüberflutung, die für die Beteiligten zu einem kaum mehr nachvollziehbaren intensiven Erleben geführt haben muss.

Ibn Fadlan

Unter 'Publikationen' ist nun ein neuer Fachartikel zu Tod und Bestattung in der Wikingerzeit online abrufbar. Der Artikel basiert auf einem Vortrag von mir bei der Konferenz 'Medieval Scandinavia: new trends in research' des Centre of Historical Research von Juni letzten Jahres und ist in der, als Tagungsband fungierenden, aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Quaestiones Medii Aevi Nova abgedruckt.

In dem Artikel untersuche ich die 'Nutzung' von Tod und Bestattungen als eine Form von Ressource zur Konstruktion oder Manipulation von sozialen Identitäten und Führungs- oder Herrschaftsansprüchen.

Das von mir herausgegebene und zu weiten Teilen verfasste Sammelwerk 'Die Wikinger. Entdecker und Eroberer' ist jetzt auch bei Amazon und Thalia zur Vorbestellung gelistet. Das Erscheinungsdatum ist Ende September.

Nun ist es offiziell, am 27.09.2019 erscheint im Ullstein Buchverlag das von mir herausgegebene und zu weiten Teilen verfasste Sachbuch 'Die Wikinger – Entdecker und Eroberer'.

Ursprünglich sollte das Buch von meinem Chef und ehemaligen Doktorvater Prof. Dr. Jörn Staecker geschrieben werden. Tragischerweise verstarb Prof. Staecker Ende letzten Jahres bevor wir mehr als nur ein erstes Konzept erstellen konnten. In Absprache mit dem Ullstein Buchverlag und Prof. Staeckers Familie habe ich es übernehmen dürfen, als Herausgeber dieses Buches zu fungieren und gemeinsam mit einer großen Anzahl führender Wissenschaftler die Wikingerzeit anhand neuester Funde und Forschungsergebnisse aus archäologischer Sicht zu präsentieren.

Ich bin dankbar und glücklich, mit diesem Buch das letzte große Projekt von Prof. Staecker und Vermächtnis einer lebenslangen Begeisterung für die Wikinger vollenden zu dürfen.

Die Buchvorschau von Propyläen/Ullstein Buchvorlage mit der Präsentation des Wikingerbuches ist nun veröffentlicht.

Die Buchvorschau ist auch hier nochmal als pdf erhältlich.

Auch in der aktuellen Archäologie in Deutschland (02/2019) findet sich ein neuer Artikel von mir, zu einem meiner Lieblingsthemen der letzten Zeit, der Rolle der Katzen in der skandinavischen Wikingerzeit. Der Artikel ist eine kurze, populärwissenschaftliche Vorschau auf ein größeres Forschungsprojekt, das die Funktion und Symbolik der Katze in der Wikingerzeit auf Grundlage der archäologischen Funde neu betrachtet, losgelöst von den späteren mythologischen Quellen.

Im Newsletter der Universität Tübingen ist heute ein Bericht über meine Forschungen zu den artifiziellen Schädeldeformationen in der skandinavischen Wikingerzeit veröffentlicht worden.

Diese Woche Sonntag folgt auch die zweite Folge der neuen 'Zeitreise'-Staffel von Terra X, die ich als wissenschaftlicher Berater in der Themen-Recherche sowie bei der fachlichen Umsetzung der Inhalte begleitet habe, wieder im Vorabendprogramm des ZDF. Die Folge ist online in der Mediathek des ZDF abrufbar.

Die erste Folge der neuen 'Zeitreise'-Staffel von Terra X, die ich als wissenschaftlicher Berater in der Themen-Recherche sowie bei der fachlichen Umsetzung der Inhalte begleitet habe, ist am Sonntag im Vorabendprogramm des ZDF ausgestrahlt worden. Die Folge ist online in der Mediathek des ZDF abrufbar.