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In der antike Stadt Patara an der südwestlichen Küste der Türkei wurde ein Wikingerschwert des 10. Jh. gefunden. Der im ersten Moment möglicherweise unerwartet erscheinende Fund ist ein weiterer archäologischer Beleg für die Präsent skandinavischer Händler und Söldner im östlichen Mittelmeerraum sowie für die Bedeutung und Anziehungskraft, die das damalige Konstantinopel (das heutige Istanbul) als Hauptstadt des byzantinischen Reiches und Nabel der Welt auch für die Wikinger gehabt hat.

Der Begleitband zur Ausstellung 'Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter' im Landesmuseum Bonn enthält neben einer Reihe spannender Artikel auch zwei Beiträge von mir, zum einen zur skandinavischen Wikingerzeit und der Kiewer Rus, zum anderen zu Ibn Fadlan und seiner einzigartigen Reisebeschreibung. Die beiden Artikel sind zuvor bereits in der englischen Ausgabe des Begleitbandes erschienen.

In der aktuellen Archäologie in Deutschland (06/2018) ist wieder ein Artikel von mir abgedruckt, diesmal mit dem Thema 'Körpermodifikationen in der skandinavischen Wikingerzeit'. Der Artikel ist eine kurze, populärwissenschaftliche Vorschau auf den kommenden Fachartikel 'Körpermodifikationen als Embodiment von sozialer Identität und als sozio-kulturelle Ressource – Das Fallbeispiel der artifiziellen Schädeldeformationen in der skandinavischen Wikingerzeit'.

Heute mal kindgerechte Wikingerzeit, die Kindernachrichten "klaro" des BR haben mich gebeten, eine kurze Erklärung zu dem neuentdeckten wikingerzeitlichen Schiffsgrab in Østfold zu geben. Wie so oft bin ich wirklich erstaunt, wie viel Kinder über die Wikinger wissen. Einen Mitschnitt des Interviews gibt es hier.

In der neuen Ausgabe der 'Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters' ist ein Artikel von mir zu  Burial Archaeology und dem Konzept von Embodiment veröffentlicht worden.

Schon seit einigen Jahren wird die klassische Datierung der ersten Besiedlung Islands durch Norweger gegen Ende des 9. Jh. immer wieder diskutiert. Als Beginn der nordischen Landnahme gilt üblicherweise das Jahr 874, aber es mehren sich die Hinweise, dass bereits im Laufe des 8. Jh. eine erste Besiedlung der Insel stattfand. Neben einer Reihe von wenig ernstzunehmenden Argumenten, wie Funde von römischen Münzen des 3. Jh., sind es besonders Siedlungsreste, die stratigraphisch unter der sogenannten 'settlement layer' liegen, welche die klassische Geschichte in Frage stellen. Bei dieser 'settlement layer' handelt es sich um die Ascheschichten eines Vulkanausbruches aus den frühen 870er-Jahren und damit vor der 'offiziellen' Besiedlung Islands. Siedlungsreste unter dieser Schicht müssen zwangsläufig vor dem Vulkanausbruch und damit vor der offiziellen Landnahme angelegt worden sein. Im Osten Islands sind nun weitere Siedlungsreste unter der 'settlement layer' entdeckt worden, die zudem über die Radiokarbonmethode (14C) auf den Beginn des 9. Jh. datiert werden konnten und damit nahelegen, dass Island bereits früher als bisher angenommen besiedelt wurde.

In der neuen Ausgabe von 'IMAGE. Journal of Interdisciplinary Image Science' wurde ein Fachartikel von Jörn Staecker, Tobias Schade und mir zur Bedeutung des Konzeptes von Multimodalität in der Archäologie veröffentlicht. Der Artikel ist hier online abrufbar.

In der neuen Ausgabe der 'META. Historiskarkeologisk tidskrift' ist ein Artikel von mir zu Bestattungen in Bauchlage in der skandinavischen Eisenzeit erschienen, in dem ich diese Bestattungssitte aus einem diachronen Blickwinkel analysiere und das Konzept der 'deviant burials' dekonstruieren möchte. Der Artikel ist hier online abrufbar.

Focus Online hat mich gebeten, eine Stellungnahme zu dem neuen und kulturgeschichtlich höchst spannenden wikingerzeitlichen Schatzfund auf Rügen zu geben, der Bericht ist hier online abrufbar.

Am 05.04.2018 gebe ich auf der Facebook-Seite und dem Youtube-Kanal von Terra X ein Q&A-Interview zum Thema Wikinger und beantworte live Fragen von Zuschauern rund um eine der spannendsten Epochen der Weltgeschichte. Der komplette Stream ist hier bei Youtube abrufbar.